SCHNURR: „Fall Schlecker“ ernst nehmen
13. Januar 2010 Zu den Medienberichten über den mutmaßlichen Missbrauch von Zeitarbeit im „Fall Schlecker“ erklärt der Frankfurter FDP-Bundestagsabgeordnete Christoph Schnurr: „Wenn tatsächlich Fälle existieren, in denen Missbrauch von Zeitarbeit vorliegt, muss dies durch die Politik ernst genommen werden. Wir Liberale werden prüfen, ob hier das Gesetz gebrochen wurde oder ob Lücken ausgenutzt wurden, die es dann zu beheben gilt.“Schnurr weiter: „Dennoch bringt es nichts, die Zeitarbeit generell zu diskreditieren. Denn grundsätzlich bleibt die Zeitarbeit ein effizientes Instrument, um Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen.“
Mindestlohnforderungen erklärt Schnurr eine klare Absage: „Die Einführung eines Mindestlohns würde genau das Gegenteil bewirken, nämlich die Gefährdung von Arbeitsplätzen. Der Zugang zum Arbeitsmarkt darf nicht durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen behindert werden und muss vielmehr entbürokratisiert werden. Die Einführung von Mindestlöhnen wäre hier kontraproduktiv.“


